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DOKU.in.Form-Konzept – Skalen / Risikoerkennung

Skalen / Risikoerkennung

Im Register "Skalen / Risikoerkennung" sind Formulare zur Qualitäts­sicherung und zur Risikovermeidung. Die pflegefachliche Einschätzung der Situation eines Bewohners/einer Bewohnerin wird durch den Einsatz von Skalen und Screenings sinnvoll ergänzt. Im Bereich Qualitäts- und Risiko­management arbeitet HINZ mit dem Beratungsunternehmen Grigo zusammen.


Braden-Skala

Ein Dekubitus ist eine lokal begrenz­te Schädigung der Haut und / oder des darunterliegenden Gewebes, in der Regel über knöchernden Vor­sprüngen, infolge von Druck oder von Druck in Kombination mit Scherkräf­ten. Es gibt eine Reihe weiterer Faktoren, welche tatsächlich oder mutmaßlich mit Dekubitus assoziiert werden; deren Bedeutung ist aber noch zu klären (NPUAP & EPUAP, 2009, S. 7).


Norton-Skala

Das Formular Norton-Skala haben wir für Sie überarbeitet, so dass Sie es insgesamt sechsmal nutzen können. In dem Formular nehmen Sie – wie gewohnt – die Einschät­zung folgender Faktoren vor:

  • Motivation / Kooperations­bereitschaft
  • Alter
  • Hautzustand
  • Zusatzerkrankungen
  • Körperlicher Zustand
  • Geistiger Zustand
  • Aktivität
  • Beweglichkeit und
  • Inkontinenz.

Rechts neben den vier Ausprägungen der einzelnen Faktoren können Sie die entsprechende Punktzahl entnehmen. Diese reicht von 1 bis 4. Die erhobenen Punktwerte können Sie in der unteren Tabelle – analog zu den Faktoren – eintragen. Danach berechnen Sie die Gesamtpunktzahl.


Sturz-Risiko-Screening (Grigo)

Die Sturz-Risikoskala beinhaltet unterschiedliche Beschreibungen des aktuellen Zustandes eines Klienten / einer Klientin. Alle Beschrei­bungen spiegeln die für das Sturzrisiko relevanten Sachverhalte wider.


Sturz-Risiko-Screening (HUHN)

Das Formular Sturzrisiko-Scree­ning ist in Anlehnung an die Sturzrisiko- Skala nach Huhn erstellt worden. Sie können das Formular bis zu 6x nutzen und auf diese Weise die Ergebnisse miteinander vergleichen. Anhand des Screenings werden sieben Faktoren eingeschätzt:

  • Mentaler Zustand
  • Ausscheidung
  • Stürze in der Vorgeschichte
  • Aktivitäten
  • Gang und Gleichgewicht
  • Medikamente mit relevanten Nebenwirkungen und
  • Alkohol.

Beachten Sie, dass beim Faktor Mentaler Zustand die zeitweise auftretende Verwirrtheit höher eingestuft ist. Das ist damit zu begründen, dass diese Bewohner unberechenbarer sind und im Vergleich zu verwirrten Bewohnern auf einen (noch) geringeren pflegerischen Hilfebedarf angewiesen sind bzw. diesen verweigern, weil sie glauben, alles selbst zu können.


Sturz-Risiko-Screening

Das Formular Sturzrisiko-Screening haben wir nach dem HTA-Bericht „Sturzprophylaxe bei älteren Men­schen“ erstellt. Der HTA-Bericht ist im Jahr 2012 von DIMDI veröffentlicht worden. Die Abkürzung HTA steht für Health Technology Assessment. In diesem HTA-Bericht sind mehrere Studien analysiert worden. Neben der Sturzprophylaxe beschreiben die Autoren auch die Sturz-Risikofaktoren, die in den Studien erhoben wurden.


Alltagskompetenz-Skala (Grigo)

Das Formular Alltagskompetenz ist von Herrn Grigo entwickelt worden. Es dient der Einschätzung der kogni­tiven Fähigkeiten, die im Alltag wichtig sind. Dazu gehören z.B. Auswahl und Pflege angemessener Kleidung (AEDL 7) oder selbststän­dige Körperpflege und Hygiene (AEDL 2 und 6). Wie Sie sehen können, berührt die Einschätzung der Alltagskompetenz unterschiedliche AEDLs. Neben der Einschätzung, die anhand von Punkten (0 bis 2) durchgeführt wird, können Sie auch entsprechende Maßnahmen planen. Dabei sind im Formular Maßnahmen vorgegeben und Sie haben zudem die Möglichkeit, diese um weitere zu ergänzen.


Minimal Nutritional (MNA™)

Der Anamnesebogen (MNA™) zur Bestimmung des Ernährungszu­standes älterer Menschen bietet eine einfache und schnelle Methode zur Beurteilung des Ernährungszu­standes. Anhand des Formulars MNA prüfen Sie 18 einfache Kriterien.


Malnutritions-Risikoskala (Grigo)

Die Ernährung spielt im Alltag eine große Rolle. Die Nahrung, die wir zu uns nehmen, versorgt uns mit lebensnotwendigen Stoffen, die wir zum Überleben brauchen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, zu wissen, wenn ein Bewohner / eine Bewohnerin sich unzureichend ernährt.


Exsikkose-Risikoskala (Grigo)

Die Exsikkoserisikoskala ist speziell für ältere Menschen entwickelt worden. Sie soll Ihnen bei der Entscheidung helfen, ob Hilfe­stellung beim Trinken oder sogar eine Magensonde erforderlich ist, damit die zu pflegende Person ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt.


Miktionsassessment (Grigo)

Mit dem Miktionsassessment schätzen Sie ein, ob ein Hilfebedarf bei Toilettengängen besteht oder ein Katheter zur Gewährleistung der Ausscheidung notwendig ist.


Schmerz-Assessment (Grigo)

Das Schmerzassessment hat in der Vergangenheit für viel Aufregung gesorgt. Laut dem entsprechenden Expertenstandard muss der Planung von Maßnahmen zunächst eine adä­quate Einschätzung der bestehen­den Schmerzen vorangehen.


Hin- / Weglauftendenz-Skala (Grigo)

Bei der Hin- / Weglauftendenzskala schätzen Sie ein, ob weitere Vor­sichtsmaßnahmen, die der Sicher­heit eines Bewohners / einer Bewoh­nerin dienen, erforderlich sind.


Compliance-Skala (Grigo)

Die Complianceskala ist in erster Linie für Personen entwickelt worden, die entweder dementiell erkrankt sind oder bei denen der Verdacht besteht, dass sie die besprochenen Therapie- und Pflegeempfehlungen nicht adäquat umsetzen. Die Skala hilft Ihnen zu erkennen, inwieweit weiterer Handlungsbedarf bezüglich der Gewährleistung der Therapietreue besteht.


Kontinenzprofil AEDL (+)

Der Expertenstandard „Förderung der Harnkontinenz in der Pflege“ ist 2007 von dem Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) veröffentlicht worden. Er gibt Empfehlungen zur fachlich korrekten Vorgehensweise bei der Bestim­mung notwendiger Maßnahmen im Falle einer vorhandenen oder drohenden Harninkontinenz. Um die Planung von geeigneten Maßnahmen vornehmen zu können, wird im Expertenstandard zuerst die Bestimmung des Kontinenzprofils empfohlen. Dabei unterscheidet DNQP zwischen sechs Kontinenzprofilen.


Kontrakturrisiko-Skala (Grigo)

Das Formular Kontrakturrisiko ist von Herrn Grigo entwickelt worden. Es beinhaltet die Einschätzung des Kontrakturrisikos und das Ableiten von Maßnahmen. Bei der Einschät­zung ist es von Vorteil pro Gelenk je ein Formular anzulegen, da die einzelnen Faktoren, je nach Funktionsfähigkeit des Gelenkes, unter Umständen mit unterschied­lichen Punktwerten versehen werden. Das bedeutet, dass einzelne Gelenke unterschiedliche Auswertungsergebnisse aufweisen können. Die Einschät­zung erfolgt anhand vordefinierter Faktoren, die mit Punkten (0 bis 2) bewertet werden. Die Bedeutung einzelner Punkte entnehmen Sie der Legende oben im Formular. Neben den vorgegebenen Faktoren können Sie auch eigene Faktoren, die nach Ihrem pflegefachlichen Wissen und Erfah­rungswerten mit berücksichtigt werden sollten, definieren.


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