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DOKU.in.Form-Konzept – Basis und Wunden

Basis und Wunden – Überblick

Im Register "Basis und Wunden" befinden sich Stammblätter, allgemeine Informationen zur Pflegeanamnese und zu den kognitiven Fähigkeiten des Patienten. Auch die Biografie gehört zu diesem Register.
Ein weiterer Hauptbestandteil dieses Registers sind die Formulare zum Wundmanagement.


Stammblatt

Im Stammblatt werden die Perso­nalien des Bewohners / der Bewoh­nerin aufgenommen sowie weitere wichtige medizinisch-pflegerische Informationen und Verwaltungsdaten gesammelt. So haben Sie alle Kurz­informationen von Ansprechpartnern, finanziellen Angelegenheiten, Aufent­haltsunter­brechungen und dem mitgegebenen Eigentum Ihres Bewohners / Ihrer Bewohnerin schnell und übersichtlich auf einen Blick. Zudem finden Sie die wichtigsten Informationen über einen Bewohner / eine Bewohnerin – wie zum Beispiel den Inhalt der Patienten­verfügung zu lebensverlängernden Maßnahmen oder Angaben zu freiheitsentziehenden Maßnahmen sowie zur Pflegestufe und zur Kostform. Außerdem wissen Sie dann sofort, wen Sie in einem Notfall, wie zum Beispiel bei einem unge­planten Krankenhausaufenthalt, zu benachrichtigen haben. Und beim Ausfüllen des Überleitungsbogens dient Ihnen das Stammblatt als erste Informationsquelle.  Aus diesem Grund sollte es stets auf einem aktuellen Stand gehalten werden.


Stammblatt Hilfsmittel

Der Hilfsmittelgebrauch nimmt mit der zunehmenden Pflegebedürftig­keit zu. Um Ihnen eine gute Über­sicht über alle Hilfsmittel eines Bewoh­ners / einer Bewohnerin bieten zu können, wurde ein separates Hilfs­mittelblatt aufbereitet. Das hat den Vorteil, dass jederzeit nachvollzogen werden kann, welche Hilfsmittel ein Bewohner / eine Bewohnerin bereits ausprobiert hat und welche sich im täglichen Bedarf sehr gut oder weniger gut bewährt haben. Zudem können Sie festhalten, wann ein Hilfsmittel beantragt worden ist oder welche Firma es dem Bewohner / der Bewohnerin vorübergehend zur Anwendung überlässt. Anschließend können Sie das Rückgabedatum des Leihgerätes oder Hilfsmittels in derselben Zeile notieren.


Pflegeanamnese (als Vorgeschichte)

Die Pflegeanamnese wird in der Regel im Erstgespräch mit einem Bewohner / einer Bewohnerin oder / und den Angehörigen durchgeführt, um Doppeldokumentationen zu vermeiden. Das Ziel ist dabei, die Kontinuität der Pflege sicherzustellen und den Pflegebedarf einzuschätzen. Aus diesem Grund umfasst die Pflegeanamnese viele Informationen, die in einer verdichteten Form abgebildet werden.
Dazu gehören:

  • Probleme und Ressourcen / Fähigkeiten
  • Hilfsmitteleinsatz
  • Gewohnheiten, Vorlieben und Abneigungen
  • und wichtige medizinisch-pflegerische Daten, wie z.B. die Vitalwerte am Tag der Erhebung.

Screening kognitive Fähigkeiten

Das Formular Screening kognitive Fähigkeiten haben wir nach den Inhalten des Neuen Begutachtungs­assessments (abgekürzt NBA) aufbereitet. Das Screening dient als Ergänzung zur Pflegeanamnese, in der kognitive Fähigkeiten in gekürzter Form abgefragt werden. Diese Ergänzung ist aus unserer Sicht sinnvoll, da nicht bei jedem Bewoh­ner / jeder Bewohnerin dieselbe Datenerhebung - also vom selben Umfang her - stattfinden muss.
Das Screening kognitive Fähigkeiten fokussiert die Fähigkeiten von Bewohnern und Bewohnerinnen mit Demenz oder psychischen Erkran­kungen. Die einzuschätzenden Fähigkeiten haben wir nach folgenden Schwerpunkten für Sie aufbereitet.


Biografie

Biografisches Wissen setzt sich aus vielen Bestandteilen zusammen. Es ist eine Kunst, diese vielen Bestand­teile zu einem Gesamtbild zu formen, um ein besseres Verständnis für das Verhalten des Bewohners / der Be­woh­nerin zu entwickeln.
Gerade wenn ein Bewohner / eine Bewohnerin nicht mehr in der  Lage ist, Auskunft über die in der Ver­gangenheit liegenden Lebensereignisse zu geben, stehen Pflegefachkräfte vor einer großen Herausforderung. Eine große Hilfestellung bieten in diesem Fall Angehörige und nahestehende Bezugspersonen des Bewohners / der Bewohnerin. Allerdings kann es sogar vorkommen, dass die unterschiedlichen Sichten der befragten Personen sich widersprechen. Denn jede Person erlebt und fühlt anders. In einem solchen Fall besteht die Kunst darin, die erfragten Puzzle-Teilchen zu einem Gesamtbild zusammen­zufügen.


Formulare für Pflegeprozess / Wundmanagement

Angemessenes Wundmanagement steigert die Lebensqualität der betrof­fenen Personen und senkt die Kosten im Gesundheitswesen. Denn jede Wunde kann sich bei inadä­quater Versorgung entzünden, so dass es zu langanhaltenden Wundheilungsstörungen kommt. Das nimmt wiederum starken Einfluss auf die Lebensqualität betroffener Personen. Denn eine Wunde kann mit weiteren Symptomen/Faktoren einhergehen, z.B.

  • mit Schmerzen
  • mit Bewegungseinschränkungen
  • mit Minderung des Selbstwertgefühls
  • mit Ängsten und Sorgen um die Zukunft
  • mit Ekelgefühlen aufgrund des Wundsekretes
  • mit Schlafstörungen infolge von Schmerzen oder/und Juckreiz
  • mit sozialer Isolation
  • und mit weiteren, die Alltagsaktivitäten einschränkenden Faktoren (vgl. DNQP, 2009, S. 57-85).




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